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	<title>Christian August, Fürst zu Waldeck - Personen von Goethes Grand Tour - Unreal Goethe</title>
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	<description>Italienische Reise 4.0</description>
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	<title>Christian August, Fürst zu Waldeck - Personen von Goethes Grand Tour - Unreal Goethe</title>
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		<title>Der Molo, Abfahrt und Rückkehr</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 10:41:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die in Amerika gebaute Korvette, die Kajüte, Rechnungen und Abschiede; der Marchese Berio, der den Verfasser des Werther kennenlernen will.</p>
<p>L'articolo <a href="https://goethe.reise/de/grandtour/napoli-molo-imbarco-e-ritorno/">Der Molo, Abfahrt und Rückkehr</a> proviene da <a href="https://goethe.reise/de/home">Unreal Goethe</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die in Amerika gebaute Korvette, die Kajüte, Rechnungen und Abschiede; der Marchese Berio, der den Verfasser des Werther kennenlernen will. Am 29. März geht es bei Sonnenuntergang unter Segel, mit einer Gesellschaft von Sängern und Tänzern. Mitte Mai die Rückkehr: der Golf im Morgenlicht, ein griechischer Priester, der ausruft, auch dies sei eine Stadt, Lastträger, die mit den Koffern zu Moriconi laufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neapel, 26. März 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-03-26-neapel-0148" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Morgen geht dieser Brief von hier zu euch. Donnerstag den 29. geh&#8216; ich mit der Korvette, die ich, des Seewesens unkundig, in meinem vorigen Briefe zum Rang einer Fregatte erhob, endlich nach Palermo. Der Zweifel, ob ich reisen oder bleiben sollte, machte einen Teil meines hiesigen Aufenthaltes unruhig; nun, da ich entschlossen bin, geht es besser. Für meine Sinnesart ist diese Reise heilsam, ja notwendig. Sizilien deutet mir nach Asien und Afrika, und auf dem wundersamen Punkte, wohin so viele Radien der Weltgeschichte gerichtet sind, selbst zu stehen, ist keine Kleinigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neapel habe ich nach seiner eignen Art behandelt; ich war nichts weniger als fleißig, doch hab&#8216; ich viel gesehen und mir einen allgemeinen Begriff von dem Lande, seinen Einwohnern und Zuständen gebildet. Bei der Wiederkehr soll manches nachgeholt werden; freilich nur manches, denn vor dem 29. Juni muß ich wieder in Rom sein. Hab&#8216; ich die heilige Woche versäumt, so will ich dort wenigstens den St. -Peters-Tag feiern. Meine sizilianische Reise darf mich nicht allzuweit von meiner ersten Absicht weglenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgestern hatten wir ein gewaltiges Wetter mit Donner, Blitz und Regengüssen; jetzt hat sich&#8217;s wieder ausgehellt, eine herrliche Tramontane weht herüber; bleibt sie beständig, so haben wir die schnellste Fahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern war ich mit meinem Gefährten, unser Schiff zu besehen und das Kämmerchen zu besuchen, das uns aufnehmen soll. Eine Seereise fehlte mir ganz in meinen Begriffen; diese kleine Überfahrt, vielleicht eine Küstenumschiffung wird meiner Einbildungskraft nachhelfen und mir die Welt erweitern. Der Kapitän ist ein junger, munterer Mann, das Schiff gar zierlich und nett, in Amerika gebaut, ein guter Segler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier fängt nun alles an, grün zu werden, in Sizilien find&#8216; ich es noch weiter. Wenn ihr diesen Brief erhaltet, bin ich auf der Rückreise und habe Trinakrien hinter mir. So ist der Mensch: immer springt er in Gedanken vor- und rückwärts; ich war noch nicht dort und bin schon wieder bei euch. Doch an der Verworrenheit dieses Briefes bin ich nicht schuld; jeden Augenblick werd&#8216; ich unterbrochen und möchte doch gern dieses Blatt zu Ende schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soeben besuchte mich ein Marchese Berio, ein junger Mann, der viel zu wissen scheint. Er wollte den Verfasser des &#8222;Werther&#8220; doch auch kennen lernen. Überhaupt ist hier großer Drang und Lust nach Bildung und Wissen. Sie sind nur zu glücklich, um auf den rechten Weg zu kommen. Hätte ich nur mehr Zeit, so wollt&#8216; ich ihnen gern meine Zeit geben. Diese vier Wochen – was waren die gegen das ungeheure Leben! Nun gehabt euch wohl! Reisen lern&#8216; ich wohl auf dieser Reise, ob ich leben lerne, weiß ich nicht. Die Menschen, die es zu verstehen scheinen, sind in Art und Wesen zu sehr von mir verschieden, als daß ich auf dieses Talent sollte Anspruch machen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lebet wohl und liebt mich, wie ich eurer von Herzen gedenke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neapel, 28. März 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-03-28-neapel-0149" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Tage gehen mir nun gänzlich mit Einpacken und Abschiednehmen, mit Besorgen und Bezahlen, Nachholen und Vorbereiten, sie gehen mir völlig verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fürst von Waldeck beunruhigte mich noch beim Abschied, denn er sprach von nichts weniger, als daß ich bei meiner Rückkehr mich einrichten sollte, mit ihm nach Griechenland und Dalmatien zu gehen. Wenn man sich einmal in die Welt macht und sich mit der Welt einläßt, so mag man sich ja hüten, daß man nicht entrückt oder wohl gar verrückt wird. Zu keiner Silbe weiter bin ich fähig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neapel, 29. März 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-03-29-neapel-0150" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit einigen Tagen machte sich das Wetter ungewiß, heute, am bestimmten Tage der Abfahrt, ist es so schön als möglich. Die günstigste Tramontane, ein klarer Sonnenhimmel, unter dem man sich in die weite Welt wünscht. Nun sag&#8216; ich noch allen Freunden in Weimar und Gotha ein treues Lebewohl! Eure Liebe begleite mich, denn ich möchte ihrer wohl immer bedürfen. Heute nacht träumte ich mich wieder in meinen Geschäften. Es ist denn doch, als wenn ich mein Fasanenschiff nirgends als bei euch ausladen könnte. Möge es nur erst recht stattlich geladen sein!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Seefahrt, 29. März 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-03-29-seefahrt-0151" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht wie bei dem letzten Abgange des Paketboots wehte diesmal ein förderlicher frischer Nordost, sondern leider von der Gegenseite ein lauer Südwest, der allerhinderlichste; und so erfuhren wir denn, wie der Seefahrer vom Eigensinne des Wetters und Windes abhängt. Ungeduldig verbrachten wir den Morgen bald am Ufer, bald im Kaffeehaus; endlich bestiegen wir zu Mittag das Schiff und genossen beim schönsten Wetter des herrlichsten Anblicks. Unfern vom Molo lag die Korvette vor Anker. Bei klarer Sonne eine dunstreiche Atmosphäre, daher die beschatteten Felsenwände von Sorrent vom schönsten Blau. Das beleuchtete, lebendige Neapel glänzte von allen Farben. Erst mit Sonnenuntergang bewegte sich das Schiff, jedoch nur langsam, von der Stelle, der Widerwind schob uns nach dem Posilipo und dessen Spitze hinüber. Die ganze Nacht ging das Schiff ruhig fort. Es war in Amerika gebaut, schnellsegelnd, inwendig mit artigen Kämmerchen und einzelnen Lagerstätten eingerichtet. Die Gesellschaft anständig munter: Operisten und Tänzer, nach Palermo verschrieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neapel, 14. Mai 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-05-14-montag-0206" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich früh am vierten Tage unserer Fahrt erwachte, befand ich mich frisch und gesund, so wie ich auch bei der Überfahrt zu eben dieser Epoche gewesen war; so daß ich also auf einer längern Seereise wahrscheinlich mit einer dreitägigen Unpäßlichkeit meinen Tribut würde bezahlt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Verdeck sah ich mit Vergnügen die Insel Capri in ziemlicher Entfernung zur Seite liegen und unser Schiff in solcher Richtung, daß wir hoffen konnten, in den Golf hineinzufahren, welches denn auch bald geschah. Nun hatten wir die Freude, nach einer ausgestandenen harten Nacht dieselben Gegenstände, die uns abends vorher entzückt hatten, in entgegengesetztem Lichte zu bewundern. Bald ließen wir jene gefährliche Felseninsel hinter uns. Hatten wir gestern die rechte Seite des Golfs von weitem bewundert, so erschienen nun auch die Kastelle und die Stadt gerade vor uns, sodann links der Posilipo und die Erdzungen, die sich bis gegen Procida und Ischia erstreckten. Alles war auf dem Verdeck, voran ein für seinen Orient sehr eingenommener griechischer Priester, der den Landesbewohnern, die ihr herrliches Vaterland mit Entzücken begrüßten, auf ihre Frage, wie sich denn Neapel zu Konstantinopel verhalte, sehr pathetisch antwortete: &#8222;Anche questa è una città!&#8220; – &#8222;Auch dieses ist eine Stadt!&#8220; – Wir langten zur rechten Zeit im Hafen an, umsummt von Menschen; es war der lebhafteste Augenblick des Tages. Kaum waren unsere Koffer und sonstigen Gerätschaften ausgeladen und standen am Ufer, als gleich zwei Lastträger sich derselben bemächtigten, und kaum hatten wir ausgesprochen, daß wir bei Moriconi logieren würden, so liefen sie mit dieser Last wie mit einer Beute davon, so daß wir ihnen durch die menschenreichen Straßen und über den bewegten Platz nicht mit den Augen folgen konnten. Kniep hatte das Portefeuille unter dem Arm, und wir hätten wenigstens die Zeichnungen gerettet, wenn jene Träger, weniger ehrlich als die neapolitanischen armen Teufel, uns um dasjenige gebracht hätten, was die Brandung verschont hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heute</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2400" height="1800" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2.jpg" alt="Die Stazione Marittima und der Hafen zum Molo Beverello hin, wo die Große Mole lag, vom Castel Nuovo aus. Foto Lalupa, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0." class="wp-image-9117" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2.jpg 2400w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-300x225.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-1024x768.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-768x576.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-1536x1152.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-2048x1536.jpg 2048w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-640x480.jpg 640w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-415x311.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-650x488.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm2-250x188.jpg 250w" sizes="(max-width: 2400px) 100vw, 2400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Stazione Marittima und der Hafen zum Molo Beverello hin, wo die Große Mole lag, vom Castel Nuovo aus. Foto Lalupa, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Molo Grande mit dem Leuchtturm vor dem Castel Nuovo: heute das Gebiet des Molo Beverello und der Stazione Marittima.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ort: Molo Beverello, Via Acton, 80133 Napoli</p>



<h2 class="wp-block-heading">Werke und Dokumente</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="2400" height="1484" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0.jpg" alt="Antonio Joli, Karl von Bourbon verlässt den Hafen von Neapel, 1759 (Prado): die Mole und der Leuchtturm vom Meer aus. Gemeinfrei, Wikimedia Commons." class="wp-image-9115" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0.jpg 2400w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-300x186.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-1024x633.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-768x475.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-1536x950.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-2048x1266.jpg 2048w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-415x257.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-650x402.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm0-250x155.jpg 250w" sizes="(max-width: 2400px) 100vw, 2400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Antonio Joli, Karl von Bourbon verlässt den Hafen von Neapel, 1759 (Prado): die Mole und der Leuchtturm vom Meer aus. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="960" height="683" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1.jpg" alt="Antonio Joli, Neapel von der Hafenmole aus, mit dem Nautica-Brunnen, 1762-1777. Gemeinfrei, Wikimedia Commons." class="wp-image-9116" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1.jpg 960w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1-300x213.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1-768x546.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1-345x245.jpg 345w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1-415x295.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1-650x462.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-wm1-250x178.jpg 250w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption">Antonio Joli, Neapel von der Hafenmole aus, mit dem Nautica-Brunnen, 1762-1777. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">KI-Rekonstruktion</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1344" height="752" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai.jpg" alt="Die Mole bei Sonnenuntergang am 29. März 1787: die Korvette nach Palermo legt ab, mit einer Truppe von Sängern und Tänzern. KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026)." class="wp-image-9088" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai.jpg 1344w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai-300x168.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai-1024x573.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai-768x430.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai-415x232.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai-650x364.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-molo-imbarco-e-ritorno-1787-ricostruzione-ai-250x140.jpg 250w" sizes="(max-width: 1344px) 100vw, 1344px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Mole bei Sonnenuntergang am 29. März 1787: die Korvette nach Palermo legt ab, mit einer Truppe von Sängern und Tänzern. KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026).</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">J.W. Goethe, Italienische Reise, Originaltext.</p>


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		<title>Capodimonte</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 10:40:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Fürsten von Waldeck auf Capo di Monte bei der großen Sammlung von Gemälden, Münzen und Gemmen.</p>
<p>L'articolo <a href="https://goethe.reise/de/grandtour/napoli-capodimonte/">Capodimonte</a> proviene da <a href="https://goethe.reise/de/home">Unreal Goethe</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Fürsten von Waldeck auf Capo di Monte bei der großen Sammlung von Gemälden, Münzen und Gemmen. Hier, wo diese Schätze zu Hause sind, lernt man nur das Wertvolle schätzen; für die etrurischen Vasen zahlt man großes Geld.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neapel, 9. März 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-03-09-neapel-0133" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Heute waren wir mit dem Fürsten von Waldeck auf Capo di Monte, wo die große Sammlung von Gemälden, Münzen u. d. g. sich befindet, nicht angenehm aufgestellt, doch kostbare Sachen. Mir bestimmen und bestätigen sich nunmehr so viele Traditionsbegriffe. Was von Münzen, Gemmen, Vasen einzeln wie die gestutzten Zitronenbäume nach Norden kommt, sieht in Masse hier ganz anders aus, da, wo diese Schätze einheimisch sind. Denn wo Werke der Kunst rar sind, gibt auch die Rarität ihnen einen Wert, hier lernt man nur das Würdige schätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bezahlen jetzt großes Geld für die etrurischen Vasen, und gewiß finden sich schöne und treffliche Stücke darunter. Kein Reisender, der nicht etwas davon besitzen wollte. Man schlägt sein Geld nicht so hoch an als zu Hause, ich fürchte, selbst noch verführt zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heute</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="2400" height="1376" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1.jpg" alt="Der Königspalast von Capodimonte vom Park aus. Foto Giuseppe Guida, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0." class="wp-image-9107" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1.jpg 2400w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-300x172.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-1024x587.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-768x440.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-1536x881.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-2048x1174.jpg 2048w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-415x238.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-650x373.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm1-250x143.jpg 250w" sizes="(max-width: 2400px) 100vw, 2400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Königspalast von Capodimonte vom Park aus. Foto Giuseppe Guida, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="2400" height="1800" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2.jpg" alt="Ein Saal des Museums von Capodimonte, in den die Gemälde der Sammlung Farnese zurückgekehrt sind. Foto Armando Mancini, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0." class="wp-image-9108" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2.jpg 2400w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-300x225.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-1024x768.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-768x576.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-1536x1152.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-2048x1536.jpg 2048w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-640x480.jpg 640w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-415x311.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-650x488.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm2-250x188.jpg 250w" sizes="(max-width: 2400px) 100vw, 2400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Saal des Museums von Capodimonte, in den die Gemälde der Sammlung Farnese zurückgekehrt sind. Foto Armando Mancini, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Palast und Museum von Capodimonte; ein Teil der Sammlung Farnese befindet sich heute im Archäologischen Nationalmuseum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ort: Museo e Real Bosco di Capodimonte, Via Miano 2, 80131 Napoli</p>



<h2 class="wp-block-heading">Werke und Dokumente</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1636" height="728" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0.jpg" alt="Antonio Joli, Ansicht von Neapel vom Palast Capodimonte, um 1760: links die Ecke des Palastes, der die Sammlung Farnese beherbergte. Gemeinfrei, Wikimedia Commons." class="wp-image-9106" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0.jpg 1636w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-300x133.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-1024x456.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-768x342.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-1536x684.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-415x185.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-650x289.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-wm0-250x111.jpg 250w" sizes="(max-width: 1636px) 100vw, 1636px" /><figcaption class="wp-element-caption">Antonio Joli, Ansicht von Neapel vom Palast Capodimonte, um 1760: links die Ecke des Palastes, der die Sammlung Farnese beherbergte. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">KI-Rekonstruktion</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1344" height="752" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai.jpg" alt="Die Galerie von Capodimonte am 9. März 1787: Gemälde, Münzen und Gemmen der Sammlung Farnese, ohne Anmut aufgestellt, aber kostbar. KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026)." class="wp-image-9064" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai.jpg 1344w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai-300x168.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai-1024x573.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai-768x430.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai-415x232.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai-650x364.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/napoli-capodimonte-1787-ricostruzione-ai-250x140.jpg 250w" sizes="(max-width: 1344px) 100vw, 1344px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Galerie von Capodimonte am 9. März 1787: Gemälde, Münzen und Gemmen der Sammlung Farnese, ohne Anmut aufgestellt, aber kostbar. KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026).</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">J.W. Goethe, Italienische Reise, Originaltext.</p>


<p>L'articolo <a href="https://goethe.reise/de/grandtour/napoli-capodimonte/">Capodimonte</a> proviene da <a href="https://goethe.reise/de/home">Unreal Goethe</a>.</p>
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		<title>Die Phlegräischen Felder</title>
		<link>https://goethe.reise/de/grandtour/pozzuoli-campi-flegrei/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pozzuoli-campi-flegrei</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[spun]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 10:40:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Statt des Vesuvs eine Wasserfahrt nach Pozzuoli mit dem Fürsten von Waldeck: »Unterm reinsten Himmel der unsicherste Boden.«</p>
<p>L'articolo <a href="https://goethe.reise/de/grandtour/pozzuoli-campi-flegrei/">Die Phlegräischen Felder</a> proviene da <a href="https://goethe.reise/de/home">Unreal Goethe</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Statt des Vesuvs eine Wasserfahrt nach Pozzuoli mit dem Fürsten von Waldeck: »Unterm reinsten Himmel der unsicherste Boden.« Siedende Wasser, Schwefel aushauchende Grüfte, Schlackenberge und eine Vegetation, die alles zurückerobert, bis zum Eichwald an den Wänden eines alten Kraters.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neapel, 1. März 1787</h2>



<div class="ug-audio" data-lang="de" data-voce="de-1787-03-01-neapel-0126" data-src=""><button type="button" class="ug-audio__play" aria-label="Die Tagebuchseite anhören"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25b6.png" alt="▶" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anhören</button><audio class="ug-audio__player" preload="none"></audio></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in Rom hatte man meinem eigensinnigen Einsiedlersinne, mehr als mir lieb war, eine gesellige Seite abgewonnen. Freilich scheint es ein wunderlich Beginnen, daß man in die Welt geht, um allein bleiben zu wollen. So hatte ich denn auch dem Fürsten von Waldeck nicht widerstehen können, der mich aufs freundlichste einlud und durch Rang und Einfluß mir Teilnahme an manchem Guten verschaffte. Kaum waren wir in Neapel angekommen, wo er sich schon eine Zeitlang aufhielt, als er uns einladen ließ, mit ihm eine Fahrt nach Pozzuoli und der anliegenden Gegend zu machen. Ich dachte heute schon auf den Vesuv, Tischbein aber nötigt mich zu jener Fahrt, die, an und für sich angenehm, bei dem schönsten Wetter in Gesellschaft eines so vollkommenen und unterrichteten Fürsten sehr viel Freude und Nutzen verspricht. Auch haben wir schon in Rom eine schöne Dame gesehen, nebst ihrem Gemahl von dem Fürsten unzertrennlich; diese soll gleichfalls von der Partie sein, und man hofft alles Erfreuliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bin ich dieser edlen Gesellschaft durch frühere Unterhaltung genauer bekannt. Der Fürst nämlich fragte bei unserer ersten Bekanntschaft, womit ich mich jetzt beschäftige, und meine &#8222;Iphigenia&#8220; war mir so gegenwärtig, daß ich sie einen Abend umständlich genug erzählen konnte. Man ging drauf ein; aber ich glaubte doch zu merken, daß man etwas Lebhafteres, Wilderes von mir erwartet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abends.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von dem heutigen Tage wäre schwerlich Rechenschaft zu geben. Wer hat es nicht erfahren, daß die flüchtige Lesung eines Buchs, das ihn unwiderstehlich fortriß, auf sein ganzes Leben den größten Einfluß hatte und schon die Wirkung entschied, zu der Wiederlesen und ernstliches Betrachten kaum in der Folge mehr hinzutun konnte. So ging es mir einst mit &#8222;Sakontala&#8220;, und geht es uns mit bedeutenden Menschen nicht gleicherweise? Eine Wasserfahrt bis Pozzuoli, leichte Landfahrten, heitere Spaziergänge durch die wundersamste Gegend von der Welt. Unterm reinsten Himmel der unsicherste Boden. Trümmern undenkbarer Wohlhäbigkeit, zerlästert und unerfreulich. Siedende Wasser, Schwefel aushauchende Grüfte, dem Pflanzenleben widerstrebende Schlackenberge, kahle, widerliche Räume und dann doch zuletzt eine immer üppige Vegetation, eingreifend, wo sie nur irgend vermag, sich über alles Ertötete erhebend, um Landseen und Bäche umher, ja, den herrlichsten Eichwald an den Wänden eines alten Kraters behauptend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so wird man zwischen Natur- und Völkerereignissen hin und wider getrieben. Man wünscht zu denken und fühlt sich dazu zu ungeschickt. Indessen lebt der Lebendige lustig fort, woran wir es denn auch nicht fehlen ließen. Gebildete Personen, der Welt und ihrem Wesen angehörend, aber auch, durch ernstes Geschick gewarnt, zu Betrachtungen aufgelegt. Unbegrenzter Blick über Land, Meer und Himmel, zurückgerufen in die Nähe einer liebenswürdigen jungen Dame, Huldigung anzunehmen gewohnt und geneigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter allem diesem Taumel jedoch verfehlt&#8216; ich nicht, manches anzumerken. Zu künftiger Redaktion wird die an Ort und Stelle benutzte Karte und eine flüchtige Zeichnung von Tischbein die beste Hülfe geben; heute ist mir nicht möglich, auch nur das mindeste hinzuzufügen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heute</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="5606" height="3741" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi.jpg" alt="Die Fumarolen der Solfatara bei Pozzuoli. Foto von Norbert Nagel, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0." class="wp-image-8870" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi.jpg 5606w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-300x200.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-1024x683.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-768x513.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-1536x1025.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-2048x1367.jpg 2048w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-415x277.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-650x434.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/solfatara-pozzuoli-oggi-250x167.jpg 250w" sizes="(max-width: 5606px) 100vw, 5606px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Fumarolen der Solfatara bei Pozzuoli. Foto von Norbert Nagel, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Erkennbare Orte: der Hafen von Pozzuoli, die Solfatara, der Averner und der Lukriner See, der Krater der Astroni (wahrscheinliche Zuordnungen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ort: Solfatara, Via Solfatara 161, 80078 Pozzuoli (NA)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Werke und Dokumente</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="3614" height="1937" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776.jpg" alt="Der Agnano-See in den Phlegräischen Feldern, kolorierte Radierung von Pietro Fabris für William Hamiltons Campi Phlegraei, 1776. Wellcome Collection, CC BY 4.0." class="wp-image-8869" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776.jpg 3614w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-300x161.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-1024x549.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-768x412.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-1536x823.jpg 1536w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-2048x1098.jpg 2048w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-415x222.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-650x348.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/campi-flegrei-lago-agnano-fabris-1776-250x134.jpg 250w" sizes="(max-width: 3614px) 100vw, 3614px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Agnano-See in den Phlegräischen Feldern, kolorierte Radierung von Pietro Fabris für William Hamiltons Campi Phlegraei, 1776. Wellcome Collection, CC BY 4.0.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">KI-Rekonstruktion</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1344" height="752" src="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai.jpg" alt="Die Phlegräischen Felder mit dem Fürsten von Waldeck, 1. März 1787, KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026)." class="wp-image-8875" srcset="https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai.jpg 1344w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai-300x168.jpg 300w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai-1024x573.jpg 1024w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai-768x430.jpg 768w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai-415x232.jpg 415w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai-650x364.jpg 650w, https://goethe.reise/wp-content/uploads/2026/09/pozzuoli-1787-campi-flegrei-ricostruzione-ai-250x140.jpg 250w" sizes="(max-width: 1344px) 100vw, 1344px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Phlegräischen Felder mit dem Fürsten von Waldeck, 1. März 1787, KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026).</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">J.W. Goethe, Italienische Reise, Originaltext.</p>


<p>L'articolo <a href="https://goethe.reise/de/grandtour/pozzuoli-campi-flegrei/">Die Phlegräischen Felder</a> proviene da <a href="https://goethe.reise/de/home">Unreal Goethe</a>.</p>
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