Garigliano · Sant’Agata

Nach der Überfahrt über den Garigliano an der Via Appia betritt Goethe das Land, das heute Kampanien heißt: fruchtbare Felder, der erste vulkanische Aschenhügel, Berge mit verschneiten Gipfeln. In Sant’Agata brennt im Gasthof ein lebhaftes Feuer, doch seine Stube ist kalt und hat keine Fenster.

St. Agata, 24. Februar 1787

Dann folgt die Überfahrt über den Fluß Garigliano. Man wandert sodann durch ziemlich fruchtbare Gegenden auf ein Gebirg‘ los. Nichts Auffallendes. Endlich der erste vulkanische Aschenhügel. Hier beginnt eine große, herrliche Gegend von Bergen und Gründen, über welche zuletzt Schneegipfel hervorragen. Auf der nähern Höhe eine lange, wohl in die Augen fallende Stadt. In dem Tal liegt St. Agata, ein ansehnlicher Gasthof, wo ein lebhaftes Feuer in einem Kamin, das als Kabinett angelegt ist, brannte. Indessen ist unsere Stube kalt, keine Fenster, nur Läden, und ich eile, zu schließen.

Heute

Sessa Aurunca von Süden, mit den Hügeln des erloschenen Vulkans Roccamonfina: der erste Hügel aus vulkanischer Asche, den Goethe beim Eintritt in Kampanien sah. Foto Giacomo Antonio Lombardi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Sessa Aurunca von Süden, mit den Hügeln des erloschenen Vulkans Roccamonfina: der erste Hügel aus vulkanischer Asche, den Goethe beim Eintritt in Kampanien sah. Foto Giacomo Antonio Lombardi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Der Garigliano nahe der Mündung, zwischen Latium und Kampanien: hier überquerte die Via Appia den Fluss, 1787 noch ohne Brücke. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.
Der Garigliano nahe der Mündung, zwischen Latium und Kampanien: hier überquerte die Via Appia den Fluss, 1787 noch ohne Brücke. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.

Der Übergang über den Garigliano ist heute die Brücke Real Ferdinando an der SS7 an der Grenze zwischen Latium und Kampanien; Sant’Agata ist ein Ortsteil von Sessa Aurunca an der Via Appia.

Ort: Sant’Agata, Sessa Aurunca (CE)

KI-Rekonstruktion

Die Überfahrt über den Garigliano auf der Via Appia am 24. Februar 1787: im 18. Jahrhundert gab es keine Brücke, nur eine Fähre. Dahinter der erste Hügel aus vulkanischer Asche und die schneebedeckten Berge. KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026).
Die Überfahrt über den Garigliano auf der Via Appia am 24. Februar 1787: im 18. Jahrhundert gab es keine Brücke, nur eine Fähre. Dahinter der erste Hügel aus vulkanischer Asche und die schneebedeckten Berge. KI-Rekonstruktion (SPUN, 2026).

Quellen

J.W. Goethe, Italienische Reise, Originaltext.

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