Garigliano · Sant’Agata
Nach der Überfahrt über den Garigliano an der Via Appia betritt Goethe das Land, das heute Kampanien heißt: fruchtbare Felder, der erste vulkanische Aschenhügel, Berge mit verschneiten Gipfeln. In Sant’Agata brennt im Gasthof ein lebhaftes Feuer, doch seine Stube ist kalt und hat keine Fenster.
St. Agata, 24. Februar 1787
Dann folgt die Überfahrt über den Fluß Garigliano. Man wandert sodann durch ziemlich fruchtbare Gegenden auf ein Gebirg‘ los. Nichts Auffallendes. Endlich der erste vulkanische Aschenhügel. Hier beginnt eine große, herrliche Gegend von Bergen und Gründen, über welche zuletzt Schneegipfel hervorragen. Auf der nähern Höhe eine lange, wohl in die Augen fallende Stadt. In dem Tal liegt St. Agata, ein ansehnlicher Gasthof, wo ein lebhaftes Feuer in einem Kamin, das als Kabinett angelegt ist, brannte. Indessen ist unsere Stube kalt, keine Fenster, nur Läden, und ich eile, zu schließen.
Heute


Der Übergang über den Garigliano ist heute die Brücke Real Ferdinando an der SS7 an der Grenze zwischen Latium und Kampanien; Sant’Agata ist ein Ortsteil von Sessa Aurunca an der Via Appia.
Ort: Sant’Agata, Sessa Aurunca (CE)
KI-Rekonstruktion

Quellen
J.W. Goethe, Italienische Reise, Originaltext.
