Im Museum zu Portici darf man weder zeichnen noch notieren, und vielleicht sieht man deshalb besser.
Die Stadt am Fuß des Vesuvs liegt sechzig Fuß tief verschüttet.
Zu Gast bei Hackert im alten Schloss neben dem »escurialartigen« neuen Palast.
In der Meinung, sie lebe so bescheiden wie die Filangieri, findet sich Goethe im prächtigen Palast des »Prinzeßchens«, mit Bedienten in kostbarer Livree auf der Treppe: Er scheint sich der Sultan in Wielands Feenmärchen.
Gegen Volkmanns Reiseführer und seine dreißig- bis vierzigtausend Müßiggänger geht Goethe auf die Jagd nach den Lazzaroni und findet nur Arbeitende: Lastträger, Fischer, Kinder, die Späne sammeln, Kehrichtsammler mit ihren Eseln.
Knaben, die die letzte Wärme einer heißgemachten Radschiene aus dem Pflaster ziehen, die unzählbare Menge, in der Goethe sich ruhig und allein fühlt, das Blut des heiligen Januarius gegen die nahe Hölle, ein Pulcinell, der sich am Molo mit einem Affen zankt, und die Frittaruolen am Josephstag: das Volk von Neapel im März.
Den wunderlichen, halb unangenehmen Eindruck der mumisierten Stadt wäscht ein frugales Mahl unter der Laube eines kleinen Gasthofs am Meer ab.
Mit dem Fürsten von Waldeck auf Capo di Monte bei der großen Sammlung von Gemälden, Münzen und Gemmen.
Im Hof des Palasts Colubrano über einem Brunnen der kolossale bronzene Pferdekopf: mächtige Stirn, schnaubende Nüstern, gespitzte Ohren.
Mit Tischbein, dem das Ungestalte des Vulkans zuwider ist: Zwei Führer ziehen sie an einem Lederriemen hinauf.










