Gaetano Filangieri

  • 1753–1788
  • Stationen: 2

San Sebastiano al Vesuvio 1753 – Vico Equense 1788

Neapler Jurist, Verfasser der »Wissenschaft der Gesetzgebung«, die das Glück der Völker zum Zweck der Gesetze erklärt. Goethe verkehrt im März 1787 mit ihm und bewundert sein sittliches Zartgefühl und seine Freiheit des Geistes; von ihm erhält er Giambattista Vicos »Neue Wissenschaft«, den »alten Schriftsteller«, den die Neapler Juristen wie einen Patriarchen verehren. Die Filangieri wohnten damals, so Croce, im Stammhaus des Bruders Cesare am Largo Arianiello. Filangieri stirbt im folgenden Jahr, vierunddreißigjährig, in Vico Equense.

Hauptbild: KI-Rekonstruktion im Alter von 34 Jahren, wie 1787, nach dem zeitgenössischen Bildnis (SPUN, 2026).

Gaetano Filangieri
Das zeitgenössische Bildnis. Gaetano Filangieri, Bildnis.

Quellen: J. W. Goethe, Italienische Reise; B. Croce, Goethe a Napoli (1903).

Gaetano Filangieri (ricostruzione AI)

In der Meinung, sie lebe so bescheiden wie die Filangieri, findet sich Goethe im prächtigen Palast des »Prinzeßchens«, mit Bedienten in kostbarer Livree auf der Treppe: Er scheint sich der Sultan in Wielands Feenmärchen.

Palazzo Ravaschieri di Satriano, Riviera di Chiaia Ecke Via Calabritto, Neapel

Das Bildnis des Ritters Filangieri, Verfasser der Wissenschaft der Gesetzgebung: Soldat, Ritter und Weltmann, gemildert durch ein zartes sittliches Gefühl.

Museo Civico Gaetano Filangieri, Via Duomo 288, 80138 Napoli